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Walter Trout; supp. Alastair Greene
Die Veranstaltung wurde auf diesen Termin verschoben!

Walter Trout gilt seit Jahrzehnten als einer der besten Bluesgitarristen der Welt. Er spielte unter anderem mit John Lee Hooker, Canned Heat und John Mayall, bevor er ab 1990 unter eigenem Namen bis dato dreißig Alben veröffentlichte und unermüdlich tourte. Wie schnell oder weit ein Mann auch reist, er kann seiner Vergangenheit nie wirklich entkommen. Walter Trout hat dies in der Corona-Zeit nach eigenem Bekunden schmerzhaft erfahren. Kein Zurücklehnen mit Blick auf eine triumphale Karriere, sondern das Bedürfnis, sich mit der eigenen Vita zu versöhnen und mit der aktuellen Weltlage klar zu kommen, haben den kultigen, siebzig Jahre alten US-Blues-Rock-Gitarristen herausgefordert.

Trout wäre nicht Künstler, hätte er nicht ein emotionales Ventil gefunden, Vergangenheit und Gegenwart zu bewältigen: „Ride“, das neue, 30. Album (VÖ 08/22), hat eine aufladende Dynamik und eine Energie die den Puls einer Ära trifft, die von den Weltgeschehnissen erschüttert wird. Und dennoch, als der Songwriter-Veteran zu Gitarre und Notizblock griff, fand er sich wieder inmitten der guten, schlechten und hässlichen Szenen seiner außergewöhnlichen Geschichte. „Dieses Album ist ein Schnappschuss davon, wie ich mich während dieser Pandemie gefühlt habe“, sagt er.

1985 schloss sich Walter Trout John Mayalls legendärer Bluesbreakers-Besetzung an, bevor er ab ’89 eine gefeierte Solokarriere startete. Davor jedoch folgten chaotische, selbstzerstörerische Jahre als jobbender Lead-Gitarrist, sei es für verehrte, aber schwierige Blues-Pioniere wie John Lee Hooker und Big Mama Thornton, oder in den 80er Jahren in einer von den Hell's Angels kontrollierten Canned Heat-Formation. Trouts gut dokumentierte Exzesse in dieser Ära waren düsterer als die eines jungen Rockstars, der ausrastet. Er erklärt, dass das alles auf seine schwierige Kindheit in New Jersey zurückgeht, wo ein instabiler Stiefvater–selbst Opfer schockierender Grausamkeiten als Kriegsgefangener–eine furchterregende Präsenz war.

Als „Ride“ Gestalt annahm, konnten solche Erinnerungen nicht umhin, die Musik zu beeinflussen. „Dieses Album ist offensichtlich das, was ich geistig und emotional durchgemacht habe“, meint er. „Alles, was ich tat, war, es auszudrücken. Ich habe viel Zeit damit verbracht, zu weinen, weil ich mich in meinem emotionalen Kern vergraben habe. Ich möchte, dass meine Songs eine Art Wahrheit enthalten.“

Alastair Greene wird mit seinem Bluesrock-Trio die Show für Walter Trout eröffnen. In Blues- und Gitarrenkreisen sollte man sich diesen Namen merken. Greene sang und spielte sieben Jahre in der Touringband des Alan Parsons Live Projects Gitarre, tourte mit Starship featuring Mickey Thomas und war mit Blues Music Award-Winner Sugaray Rayford auf Welttournee. An Alastairs 9. Album „The New World Blues“ fand nicht nur die Plattenkritk im Allgemeinen großen Gefallen, sondern vor allem Blues-Star Joe Bonamassa.

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Musik  
Dienstag, 11. Oktober 2022
20:00 Uhr
Colos-Saal
Roßmarkt 19
63739 Aschaffenburg
Tel: +49 6021 27239

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