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Junge Deutsche Philharmonie

„Aura“; Einführungsvortrag um 18:45 Uhr mit Dr. Andreas Bomba

Béla Bartók (1881–1945)

  • „Der wunderbare Mandarin“ op. 19

Matthias Pintscher (*1971)

  • „Mar’eh“ für Violine und Orchester

Jean Sibelius (1865–1957)

  • Sinfonie Nr. 2 in D-Dur op. 43

Skandal! Als 1926 in Köln Béla Bartóks Ballett-Pantomime „Der wunderbare Mandarin“ uraufgeführt wurde, berichtete die Presse von einem „Dirnen- und Zuhälterstück mit Orchestertamtam“, und Oberbürgermeister Konrad Adenauer verfügte die sofortige Absetzung des „Schmutzwerks“ vom Spielplan. „Für die Geige ein einziger liedhafter Bogen über mehr als 20 Minuten, für das Orchester transparente Klanglichkeit und Farbenmelodie“ – so beschreibt Matthias Pintscher sein Violinkonzert „Mar’eh“. „Mar’eh heißt Antlitz, Zeichen. Das hebräische Wort kann auch die Aura eines Gesichtes meinen, eine schöne Erscheinung, etwas Wunderbares, das plötzlich vor Dir aufscheint.“

Was lässt sich nicht alles aus Musik heraushören: Das hymnische Finale von Jean Sibelius’ zweiter Sinfonie verstanden die vom russischen Zaren unterdrückten Finnen als Vision einer besseren Zukunft. Der Komponist selbst dachte beim Skizzieren an Literarisches: Das erste Thema verband er mit dem „Don Juan“-Stoff, das zweite mit Dantes „Göttlicher Komödie“.

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Bühne  
Mittwoch, 13. März 2024
19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Stadthalle am Schloss
Schloßplatz 1
63739 Aschaffenburg