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Whitechapel; supp. Mental Cruelty

Eine Bandhistorie, die bis 2006 zurückreicht, acht Studioalben, Genre-Hits wie „The Saw Is The Law“, „Hickory Creek“, „Elitist Ones“ oder „When A Demon Defiles A Witch“, eine Live-Energie, die über die Jahre eher gewachsen ist, und eine ebenfalls stetig wachsende Fanbase: die Vorzeichen für die drei Deutschlandkonzerte von Whitechapel im August könnten nicht besser sein. Nur ein neues Album fehlt vielleicht zum absoluten Fan-Glück, aber auch da sind Whitechapel gut auf Kurs. Schon im Juni letzten Jahres zeigten sie auf ihrem Instagram-Kanal ein Studiofoto und verkündeten knapp: „Album 9“. Vielmehr weiß man bisher noch nicht, aber vielleicht wäre so eine Live-Show eine gute Gelegenheit, mal die ein oder andere neue Nummer zu testen.

Seit ihrer Gründung steht die aus Knoxville, Tennessee, stammende Band um Sänger Phil Bozeman für eine perfekt abgeschmeckte Mischung aus Härte, musikalischer Abenteuerlust, einem guten Gespür für Hymnen und einem Punch, dem man sich am besten im Moshpit entgegenwirft. Wer diesen verdient wortgewaltigen Einstieg überprüfen möchte, kann sich entweder bei YouTube das aktuelle Live-Video von Whitechapel zum Track „This Is Exile“ anschauen, oder das vom gleichen Konzert stammende Album „Live In The Valley“ anhören. Ende Januar 2024 veröffentlicht, versammelt dieses 13 Songs, die allesamt beim Whitechapel-Heimspiel im Club The Mill & Mine in Knoxville aufgenommen wurden. Lieder wie „Forgiveness Is Weakness“ vom stilprägenden 2019er-Album „The Valley“ zeigen dabei sehr gut, wie Whitechapel die Klaviatur der Härte beherrschen: Es beginnt mit einem Schrei, einer drängenden, sägenden Gitarre, bis die Drums einsetzen und Bozeman erst brüllt, dann singt, dann kreischt. „A Bloadsoaked Symphony“ vom letzten Album „Kin“ wiederum zeigt, dass Whitechapel auch das Tempo runter- und das Darkness-Level hochfahren können. Hier sind sie dem Death Metal vielleicht ein wenig näher als dem Deathcore, den sie in den letzten Jahren wieder zelebrierten.

Phil Bozeman (Gesang), Ben Savage (Leadgitarre), Alex Wade (Rhythmusgitarre), Zach Householder (dritte Gitarre) und Gabe Crisp (Bass) können für ihre Konzerte mittlerweile auf ein erstaunliches Oeuvre zurückgreifen. Ihr letztes Studioalbum „Kin“ (2021) wurde von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeiert. Der britische Metal Hammer attestierte ihnen: „Während die Leute den generischen Charakter des Deathcore beklagen, sind Whitechapel die Ausnahme von der Regel.“ Das liegt vor allem daran, dass sich die Band traut, Genre-Grenzen links liegenzulassen. Bozemann sagte zur stilistischen Abenteuerlust von „Kin“: „Es ist immer noch ein Metal-Album. Ich glaube nicht, dass man einen der Songs im Mainstream-Radio hören würde, aber es gibt Elemente auf der Platte, die eher einen rockigen und offenen Vibe haben. Wir wollten wirklich, dass diese Songs atmen und Leben haben und größer klingen als alles, was wir bisher gemacht haben. Wir haben auf ‚Kin‘ auch mehr mit meinem Gesang experimentiert. Die Mehrheit der Fanbase hat gezeigt, dass sie diese Entwicklung mag. Warum sollten wir davor zurückschrecken?“

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Musik  
Dienstag, 13. August 2024
20:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Colos-Saal
Roßmarkt 19
63739 Aschaffenburg